Wie Konsumenten mit Online-Vergleichen bessere Entscheidungen treffen

Wissen & Buch // Artikel vom 21.05.2021

Onlineshopping (Foto: Athree23 / pixabay.com)

Heute können Verbraucher online so ziemlich alles vergleichen – vom Ratenkredit über den Urlaub bis hin zum neuen Smartphone.

Selbst die Krankenversicherung oder Ärzte und Schulen sind nicht davor gefeit, im Internet bewertet und verglichen zu werden. Einfach etwas vergleichen, nur weil man es kann – nicht die beste Herangehensweise. Um Online-Vergleiche wirklich auszunutzen, braucht es ein paar wichtige Tipps. Andernfalls hilft auch der beste Online-Casino-Vergleich nicht weiter.

Online-Vergleichs-Tipp Nr. 1: Was erwarte ich?

Einfach online eine Krankenversicherung, die besten Preise für Konzerttickets oder Kredite und die neue Konsole vergleichen – heute kein Problem mehr. Selbst unterwegs kann jeder Nutzer – dank Smartphone und mobilem Internet – Produkte und Dienstleistungen vergleichen. Die größte Herausforderung liegt woanders: Zu wissen, auf was es eigentlich ankommt. „Ich will einen neuen Fernseher!“ ist ein gerechtfertigter Wunsch, hilft aber nicht weiter. Klar sollte sein, welche Bilddiagonale das Gerät haben soll. Oder welches Panel verbaut wird und wie es mit Smart-Home-Funktionen aussieht. Sich vorher Gedanken zu den eigenen Ansprüchen zu machen, ist der erste Schritt. Anders geht der Überblick im Online-Vergleich sehr schnell verloren.

Online-Vergleichs-Tipp Nr. 2: Klare Preisgrenzen setzen

Ins Blaue Produkte online vergleichen – kann man machen. Sehr weit kommen Verbraucher damit nicht. Um Online-Vergleiche optimal auszunutzen, braucht es eine klare Vorstellung davon, wie viel Geld ausgegeben werden soll. In diesem Zusammenhang darf ein Fehler nicht passieren: Mondpreise zu erwarten. High-End-Produkte kosten Geld – und dieses muss jeder Verbraucher bereit sein auszugeben. Realistische Preiserwartungen gehören zur Arbeit mit einem Online Vergleich. Tipp: Lässt sich kein passendes Angebot finden, ermöglichen viele Vergleichsrechner das Einrichten eines Preisweckers.

Online-Vergleichs-Tipp Nr. 3: Boni & Benefits herausrechnen

Unternehmen haben inzwischen erkannt, wie wichtig Nutzern Vergleichsrechner im Internet geworden sind. Die Konkurrenz ist in einigen Branchen erdrückend. Das beste Beispiel sind Stromtarife: Seit Ende der 90er Jahre der Strommarkt liberalisiert wurde, drängten immer mehr Unternehmen auf den Markt. Inzwischen ist der Preiskampf so hart, dass viele Marken auf Boni und andere Benefits setzen. Um den Fokus auf das Kernprodukt und die Vertragskonditionen nicht zu verlieren, werden solche Bonusaktionen im besten Fall aus dem Online Vergleich ausgeklammert.

Online-Vergleichs-Tipp Nr. 4: Anbieter immer noch persönlich checken

Viele Online-Vergleichsrechner machen es Verbraucher heute extrem einfach. Es werden nicht nur Produkte wie Smartphones oder Dienstleistungen – etwa der neue Handyvertrag – verglichen. Nutzer solcher Vergleichsrechner können auch gleich einen neuen Vertrag online abschließen. Ein Klick reicht und es kann mit dem Anbieterwechsel losgehen. An dieser Stelle darf eines nicht vergessen werden: Sich die Konditionen und Vertragsbedingungen noch einmal persönlich vorzunehmen. Unter Umständen sind die Kündigungsfrist und Laufzeit ungünstig. Oder es werden zusätzliche Produkte mit dem Vertrag gekoppelt, welche eigentlich überflüssig sind. Wer im Online-Vergleich solche Punkte außer Acht lässt, macht schnell Fehler.

Online-Vergleichs-Tipp Nr. 4: Wie unabhängig ist der Vergleich

Vergleichsrechner erwecken online immer den Eindruck von Unabhängigkeit und Objektivität. Auf Hochglanz polierte Webauftritte, Marketing Kampagnen und professionelle SEO – wie kann sich ein kostenlos nutzbares Vergleichsportal so etwas leisten? Einnahmen entstehen den Unternehmen hinter solchen Vergleichen durch Provisionen. Damit sind diese zwar unabhängig von den Anbietern der Produkte und Dienstleistungen. In Bezug auf Objektivität kann durchaus der Eindruck entstehen, dass die Portale natürlich Interesse daran haben, nicht das beste Produkt zu verkaufen. Steht nicht vielleicht doch die Marke mit der höchsten Provision ganz oben. Ob dieser „Filter“ greift, muss jeder Verbraucher im Vorfeld überprüfen. Hier hilft es durchaus weiter, auch mal die Erfahrungswerte anderer Nutzer zum Online-Vergleichsrechner zu checken.

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