Drechsler

Popkultur // Artikel vom 08.03.2008

Vieles von dem, was heutzutage als NuJazz gehandelt wird, ist letztlich seichtes Gedudel, dem das Attribut "Jazz" eine Güte bescheinigen soll, die oft einfach nicht gegeben ist.

Ulrich Drechsler ist da gottlob aus anderem Holz geschnitzt: Mit neun Jahren lernte er Klarinette, mit 16 kam der Wechsel zum Saxophon – der Wiener weiß um die Magie der "blue notes".

Sein erfolgreiches Projekt "Café Drechsler" ist passé, jetzt gibt er uns "Drechsler" pur. Neben dem Namensgeber ist auch der langjährige Weggefährte Oliver Steger am Kontrabass mit an Bord, die Reihen komplettieren Jörg Mikula an den Drums und Turntablist Zuzee von den Waxolutionists.

Auf seiner ersten Solo-CD "Fortune Cookie" (CrackedAnEgg) wechselt Drechsler elegant zwischen melodischen Tonfolgen und kantigen Saxophon-Einsätzen, die Rhythmusgruppe legt ein vitales, facettenreiches Fundament aus Jazz und Breakbeats, und DJ Zuzee sorgt mit Scratching und Samples für urbane, im HipHop wurzelnde Frische, die mehr ist als bloße ostentative Hipness. Tanzbarer Club-Jazz von heute für morgen. Im Anschluss folgt ab 22.30 Uhr "Jazz It Up". -th


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