Sondre Lerche im Jubez

Popkultur // Artikel vom 22.05.2007

So genannte Talente werden einem im Popgeschäft fast noch häufiger angedient als beim Fußball.

Sondre Lerche (Foto) ist eines der wenigen Exemplare dieser Gattung, dessen Songs man sich dann tatsächlich mit Vergnügen anhören kann. „Phantom Punch“ (Labels/EMI), das jüngste Werk des Norwegers, steckt voll ungestümer Energie. Beeinflusst von geschmackssicher gewählten Vorbildern wie Burt Bacharach, Jeff Buckley, Elvis Costello, Steely Dan, Beck und den Beach Boys hämmern sich Lerche und seine Band The Faces Down durch die sieben Berge ihrer Heimatstadt: „Dieses Mal gab es keinen Platz für Subtiles, jeder Song soll einen förmlich anspringen. Knallige, präzise Popsongs, rastlos und wild“, bringt der Sänger und Gitarrist die Sache auf den Punkt. Support kommt von US-Songwriter Ben Weaver, dessen fünfte CD „Paper Sky“ klingt, als habe er mit Tom Waits und Mark Lanegan die letzte Nacht durchgezecht. Vielleicht ist eine ehemalige Sargfabrik einfach kein so guter Wohnort für den sensiblen jungen Künstler.

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