Spaghetti Balkan

Popkultur // Artikel vom 18.02.2009

Nach dem schier endlosen Latin-Ska-Gehupfe wendet sich das Substage dankenswerterweise auch mal anderen Spielarten der Polka zu.

Figli Di Madre Ignota kommen aus Mailand und nennen ihre Mucke schlicht und ergreifend „Spaghetti Balkan“. Und damit haben sie verdammt Recht: Die „Söhne einer unbekannten Mutter“ kommen so unrasiert, schmierig und ungewaschen daher (obendrein tragen sie gern Fez!), als wären sie direkte Abkömmlinge des  Mütesselim von Amadiye, den Kara Ben Nemsi einst in der Schut mit literweise „Heilmittel gegen Depressionen“ abfüllte.

Derlei Hilfsmittel haben die acht skurrilen Spaghettis allerdings gar nicht nötig, um die Winterschwermut zu vertreiben. Dazu dient ihnen vielmehr ein Mix aus überdrehtem italienischem Humor, schlitzohrigen Balkan-Beats, fiesen Polkas, atemlosen Tarantellas und eine ordentliche Portion Swing plus verdudelter Bläsergruppe, zu der sich seltsam passend noch eine surfige E-Gitarre gesellt. -mex


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