INKA #133

Inka Ausgaben // Artikel vom 12.12.2017

INKA #133

Langsam wird auch mir ganz besinnlich zumute, was das für eine schöne kulturaffine Stadt im Umbruch ist, deren Puls wir nun in einer Zweimonatsausgabe versuchen einzufangen.

Es ist auch eine Stadt, in der diejenigen, die nie weg waren, die Verwaltung stellen, die heimliche Macht. Dementsprechend wenig Interesse besteht an Veränderung. Die vielen dagegen, die neu hierherkommen, meist der Arbeit wegen, haben in der Regel wenig Interesse an lokaler Gestaltung, an Kultur- oder Lokalpolitik, freuen sich aber über das für manche überraschend coole wie üppige Kulturangebot.

In der Verwaltung dagegen herrscht angesichts der 44 Prozent an Gewerbesteuererträgen, die in Karlsruhe bereits aus dem IT-Bereich kommen, offenbar eine neue Goldgräberstimmung mit dem Resultat, dass man in der selbstgeschaffenen medialen Wohlfühlblase sicherheitshalber einfach die eigene PR glaubt – während in der „Reststadt“ völlig anderes offen Thema ist.

Zum Beispiel, dass die offiziell 54 Prozent (vermutlich aber rund 70 Prozent) Besucherrückgänge aus der Region inzwischen deutliche Spuren nicht nur im Einzelhandel, sondern längst auch bei den Kulturveranstaltern hinterlassen. Vielleicht schafft ja das neu aufgestellte Stadtmarketing Abhilfe.

Anfang Dezember ist unser Cityguide Einzelhelden 2018 im neuen quadratischen Format erschienen, der auch in der Region parallel zu den Winter-Doppelausgaben verteilt wird. Wir bedanken uns bei allen für die unverändert hohe Leserakzeptanz und natürlich bei Anzeigenkunden und Medienpartnern und wünschen allen eine schöne Adventszeit, einen tollen Neustart ins Jahr 2018 und natürlich schon mal: Helau!

Roger Waltz & das gesamte INKA-Team

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