Bonaparte

Popkultur // Artikel vom 08.10.2012

Früher, als alles noch besser, weil unkomplizierter war, hätte man Tobias Jundt einen Blödel-Barden genannt.

Vier Jahre ist es her, da schufen der Schweizer und seine Berliner Truppe Bonaparte die ultimative Hymne aller nerdigen Pop-Kultur-Junkies. „Too Much“ bildete durch die Aneinanderreihung von Schlagworten quasi die trashige, auf Friedhelm Riegel aufbauende lo-fi Antithese zu Billy Joels „We Didn’t Start The Fire“ und nahm zugleich die gegenwärtige Wirtschaftskrise vorweg: „You know economy, well I believe in what I see/You know Sophie Scholl, I like Rock’n’Roll […] You Know Too Much Too Much.“

Der noch tanzbarere Anarcho-Smasher „Anti Anti“ tat sein Übriges, den Ruhm der Live-Show-Expressionisten zu mehren. Nun melden sich Bonaparte mit ihrem dritten Studioalbum „Sorry, we’re open“ auf Europas Bühnen zurück. Eine prima Gelegenheit, mal wieder den Zweispitz verkehrtherum aufzusetzen und ordentlich, tüdeldüh, herumzuhonken. -mex

So, 4.11., 20 Uhr, Substage, Karlsruhe - präsentiert von INKA

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