Camille - "Music Hole"

Popkultur // Artikel vom 01.06.2008

2006 gelang ihr mit "Le Fil" und 500.000 verkauften CDs der große Durchbruch, aber Camille war schon vorher eine der größten französischen Vokalistinnen.

Auch wenn sie als Sängerin von "Nouvelle Vague"-Covers bekannt wurde. Die 29-jährige Pariserin garniert ihren neuen Chan­son mit einer unglaublichen, hoch emotionalen Bandbreite, sie gurrt und jubiliert wie eine Nachtigall oder blafft als derbe Straßenrapperin ironische, nicht selten auch politisch bissige Texte ins Mikro.

"Music Hole" (EMI) ist nun zum Teil englischsprachig aufgenommen, und bis auf Pianopassagen gibt es keine herkömmlichen Instrumente: Der Budenzauber an Geräuschen und Rhythmen kommt von den brasilianischen Body-Percussionisten Barbatuques, Sly Johnson von der Saïan Supa Crew, Vincent Milner, einem Soundtrack-Spezialisten für Geräuscheffekte, und Jazzer James Cullum agiert hier als Piano-Percussionist.

Umso erstaunlicher, dass dies ein Pop-, zum Teil sogar ein R'n'B-Album ist. Chanson, Gospel, Doo-Wop, Funk oder Pop – wer auf gute Musik steht, kann hier bedenkenlos zugreifen. -rw

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