Love A

Popkultur // Artikel vom 04.10.2015

„Brennt alles nieder, fickt das System!“, proklamieren Love A nicht ganz unironisch.

Wer sich dieser Tage im Lande umschaut, muss dem Quartett aber leider beipflichten. Ihr aktuelles Album „Jagd und Hund“ ist so etwas wie der Soundtrack zum linksliberalen Protest – gegen den dörflichen Mief mit seinen unverbesserlichen Knallköppen, in denen blanker Ausländerhass und dumpfer Nationalismus gären.

Das im Februar veröffentlichte Video zu „100.000 Stühle leer“ könnte jedenfalls auch im sächsischen Freital gedreht worden sein. Was der Vorgänger „Irgendwie“ mit dem Smash-Hit „Windmühlen“ schon angedeutet hat: Die Punk-Wurzeln schlagen 2015 noch deutlich durch, doch zeichnen Indie-Rock, Wave und Post-Punk ein wesentlich differenzierteres Bild. Support: Hey Ruin. -pat

So, 4.10., 20.30 Uhr, Jubez, Karlsruhe

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