Apokalyptische Volksmusik

Popkultur // Artikel vom 24.10.2007

Mit zwei Jahren ein Sprung in die Jauchegrube, danach sechzehn Schulwechsel und ungefähr doppelt so viele Umzüge.

Peru, Saudi-Arabien und Waldshut im Hotzenwald sind die exotischsten Stationen, Karlsruhe eine der gewöhnlicheren –, so gestaltete sich das frühe Leben von Heinz Ratz. Das prägt. Und so ist "Farbengeil" (Traumton Rec.), das neue Album von Ratzens Band Strom & Wasser, noch bunter und wilder als die drei zuvor, dabei radikalpoetisch, wunderbar respektlos und musikalisch wie textlich immer gut zu hören. Um es in eine stilistische Schublade zu packen, ist es allerdings bei allem guten Willen zu sperrig – und dabei doch längst mehr als nur ein Geheimtipp für jeden, dessen Musikgeschmack jenseits des Mainstreams angesiedelt ist. -bes


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