Das Pack

Popkultur // Artikel vom 02.02.2010

Sie sind das lauteste Vorprogramm, das Götz Widmann jemals im Jubez aufgeboten hat.

Pensen, bekannt von Strom & Wasser, Frische Mische und natürlich den Monsters Of Liedermaching, bildet mit seinem Kompagnon Flozze Das Pack. Und nach dem Doppelsupport für den Bonner Barden kommt das Hamburger Profilneurotikerduo gleich nochmal ins Jubez.

Ihre Show läuft unterm Oberbegriff Rock. Doch was ist mit den HipHop-Anleihen? Was mit Metal-Zitaten? Zwei verkappte Komiker? Und überhaupt: Isn't It Ironic? Durchaus durchaus. Aber diese beiden verstehen es bei allen humoristischen Einlagen mit ihren ziemlich bizarren Texten, balladesken Ausflügen und poppigen Refrains zu rocken; auf ihrem eben veröffentlichten Debüt-Album (Redfield Records/Cargo Records), aber erst recht unter Rampenlicht!

Schlagzeug und siebensaitige E-Gitarre rollen den Klangteppich aus, die Texte flowen kühl wie die Elbe bei Brise. Und die Meute muss mitgehen! Zu dystopischen Endzeitvisionen („Alle Menschen tot“), Beziehungsalltag („Fass mir an die Füße“) oder Phallushymnen („Mein Schwan“ ohne Z), dem „Waschzwang“ als subkulturellen Trend, den Sorgen eines Sorgenlosen („Schwach sein“) oder Schlächtergesängen mit Slayer-Anspielungen („Heavy Metal Kind“) samt Doublebass-Attacke und astreinem Speedpart, dass auch Dave Lombardo und Kerry King ihren Spaß hätten!

Im Widmann'schen Vorprogramm war die Gitarre noch mini, das Hi-Hat hing kurz überm Boden. Ob alles größer wird, wenn der Abend nur ihnen ganz allein gehört? Auf jeden Fall länger. Und lauter. Wobei ausdrücklich nicht nur für Metalheads gilt: Das Pack packt!

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