Hochprozentiges ohne Promille

Popkultur // Artikel vom 10.11.2008

Séan Treacy und Band sind wie guter Single-Malt.

Man weiß genau, wie's schmeckt. Und obgleich ständig verfügbar, braucht's dafür doch den rechten Anlass. Ein Abend in der ehemals als El Bandolero bekannten Südstadtkneipe Schwarzes Schaf ist definitiv so einer.

Schon fast 20 Jahre ist es her, dass der wohl populärste Ire in Town seine Heimat Kilkenny verlassen hat, um in Deutschland als Musiker zu leben. „Nimm dir gute Songs und mach sie noch besser als das Original.“ Das ist sein Credo. Mittlerweile ist die Band von Séan Treacy ein Karlsruher Exportschlager in der Region und nicht selten auch darüber hinaus.

Von „Lady In Red“, „500 Miles“ und „Zombie“ über „Hotel California“, „Summer Of 69“, „The Letter“, „Down Under“ oder „Homeward Bound“ reichen die Verbesserungsvorschläge. Alles bestens eingeführte Nummern; und doch immer mit einem ganz besonderen, unverwechselbaren Charme, der auch auf Treacys markante Stimme zurückzuführen ist.

Und die steht bei einem Unplugged-Gig des Quintetts ganz vorne an. Den „Whiskey In The Jar“ gibt's obendrein gratis dazu. Weil Hochprozentiges nicht zwingend Promille braucht. -pat

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