Lambchop

Popkultur // Artikel vom 29.06.2013

Wem der gewisse Hang zur Depression abgeht, der kann einen Solokonzertabend mit Kurt Wagner schon mal als Teesäufergejammer empfinden.

Wenn sich der Bass-Bariton allerdings ins bis zu 18-köpfige Kollektiv eingliedert, sorgt sein warmer Tennessee-Akzent erst für jene Fragilität und Intimität, die Lambchop bei allem Minimalismus so großartig macht! Während ihres „Gold Soundz“-Gigs geben die Americana/Slowcore/Indie-Folk-Helden neben einem Werkquerschnitt den Tournachschlag zum Erfolgsalbum „Mr. M“.

Die bittersüßen Melancholien der vielleicht besten Lambchop-Platte haben einen traurigen Hintergrund: den Freitod von Vic Chesnutts. Der ehemalige Parkettleger Wagner verarbeitete seinen schmerzhaften Verlust zuerst im Malen; herausgekommen ist das Covermotiv und eine Art „Psycho-Sinatra“-Sound. Denn wie schloss die „Badische Zeitung“ so schön ihre Albumkritik: „Wer um einen Freund trauert, erinnert sich auch mit Freude an ihn.“ -pat


Sa, 29.6., 20.30 Uhr, Jubez, Karlsruhe

Zurück

Einen Kommentar schreiben

WEITERE POPKULTUR-ARTIKEL





Popkultur // Tagestipp vom 16.12.2018

Nach dem 2016er „Knockdown“ mit über 3.000 Besuchern hat sich das größte und härteste Hallenfestival Südwestdeutschlands letzten Winter erst mal durchschütteln müssen.





Popkultur // Tagestipp vom 10.10.2018

Vom 10. bis 13.10. geht das vom hiesigen Jazzclub ausgerichtete „Jazzfestival Karlsruhe“ in die fünfte Runde – nun neben dem ZKM auch an weiteren Spielorten.





Popkultur // Tagestipp vom 22.09.2018

Mit seinem Unten-oben-und-draußen-Festival feiert das Substage zum dritten Mal auf ebenso vielen Areas die Herbst/Winter-Saisoneröffnung.





Popkultur // Tagestipp vom 21.09.2018

Nach der Sommerpause meldet sich das Kulturzentrum Tempel mit einem prallen Konzertpaket zurück.





Popkultur // Tagestipp vom 20.09.2018

Für sein Klassik-Mittelalter-Metal-Orchester schart Sänger, Songwriter und Gitarrist Asis Nasseri knapp 20 Musiker um sich.



Popkultur // Tagestipp vom 20.09.2018

Der in den irischen Nationalfarben gestreifte Türgriff erinnert noch an die Zeit vor dem Sommer 1999, als Paul „Scruffy“ Burke in der Karlstraßen-Kneipe Nilpferd seinen „Probably Darkest Irish Pub In The World“ eröffnet hat.