16. Stummfilm-Festival Karlsruhe

Kino & Film // Artikel vom 14.03.2018

Stummfilm-Festival Karlsruhe (Fotos: Sammlung Josef Jünger)

Das Œuvre des Regisseurs, der mit seinen Werken das Kino der 20er Jahre geprägt hat wie kaum ein anderer, ist problemlos für zwei „Stummfilm-Festival“-Programme gut.

Und so steht Friedrich Wilhelm Murnau wie schon 2017 auch im Fokus der 16. Ausgabe, die sich auf den Stephanssaal und das Studio 3 der Kinemathek als Veranstaltungsorte beschränkt. Mit dem Opener „Der letzte Mann“ (Mi, 19.30 Uhr, Musik: Ensemble Déjà Vu) und Emil Jannings in der Hauptrolle sowie „City Girl“ (Fr, 21.30 Uhr, Musik: Stephen Horne) hat der Künstlerische Leiter Josef Jünger nach dem Filmkonzert (Sa, 19.30 Uhr) das gesamte erhaltene Werk Murnaus präsentiert.

Letztgenannter Programmhöhepunkt widmet sich „Tabu“, zu dem das aus vier Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Temeswar bestehende Ensemble Contraste die zur Fernsehausstrahlung geschriebene Komposition der anwesenden Violeta Dinescu spielt.

Eine der gelungensten Theaterverfilmungen ihrer Zeit ist Lubitschs Oscar-Wilde-Adaption „Lady Windermeres Fächer“ (Do, 19 Uhr, Musik: Gabriel Thibaudeau). Die Cineteca Nazionale Rom schickt eine von nur zwei noch existierenden Kopien des Dramas „S.O.S. Insel der Tränen“ (Do, 21 Uhr, Musik: Reiko Emura & Shinichi Minami) nach Karlsruhe.

Und weil das Drehbuch von Arnolt Bronnen und Bertolt Brecht stammt, spricht Jünger anschließend mit Jan Knopf übers Tagesthema „Literatur und Film“. Zum Abschluss läuft die restaurierte Fassung von E. A. Duponts „Varieté“ (So, 19 Uhr, Musik: Capella Obscura), der nicht zuletzt dank Karl Freunds „Entfesselter Kamera“ Stummfilmgeschichte geschrieben hat. -pat

Mi-So, 14.-18.3., Kinemathek/Stephanssaal, Karlsruhe
www.stummfilmfestival-karlsruhe.de

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