Die Zwiebel in Karlsruhe ...

Stadtleben // Artikel vom 29.07.2007

... ist schon mal ein prägnanter Name, der aufhorchen lässt. Und so manches mehr lässt aufhorchen, fast alles ist neu.

Zuerst einmal der Pächter, Dirk Alletsee, früher Kippe-Geschäftsführer, ein Mann mit Ideen und Idealismus. Letzterer lässt sich sowohl am Umgang als auch am Konzept ablesen: "Alles selbst und frisch gemacht", lautet die Devise, mit der die Zwiebel vor allem des Abends die Hütte voll macht. Dazu acht Wodka-Sorten, eine ausgewogene Weinkarte und eine "Cocktail-Absprache", die bei Nicht-Munden in ein Nicht-Bezahlen mündet. Nicht übel, die Idee.

Das Interieur der Musikkneipe bleibt der Linie treu: gemütlich, hell, mit Hang zu Besonderheiten. "Rolling Stone"-Cover deuten darauf hin, dass ein Fan am Werk war, auch die extravaganten Speisekarten sind teilweise aus Vinyl. Zum Essen: Alles wird, wie erwähnt, frisch zubereitet, da werden Burger kreiert und die Spätzle sind handgeschabt. Koch Philipp Lonsing hat in der Sterne-Küche der "Talmühle" in Sasbachwalden gelernt und war danach in der Fächerstadt in der Alten Seilerei tätig.

Wichtig ist Alletsee vor allem auch die Geschwindigkeit, mit der sich der „Zwiebel“-Zug bewegt: "Man darf ruhig ein bisschen Zeit mitbringen, wir wollen hier bei uns auch Ruhe ausstrahlen." Insofern spricht der Endzwanziger auch von Slow statt Fast Food: "Wir legen hier Wert auf Qualität zu humanen Preisen." Mit ein wenig Glück beim Würfelwurf zahlt man auch mal nix. Ab Herbst gibt’s zudem Live-Musik, ein gemütlicher Biergarten ist auch dabei. Ein (im Wortsinne) Hingucker dürften auch die Fußball- und „Tatort“-Übertragungen werden, welche die Zwiebel im Repertoire hat. Alles in allem also eine äußerst runde Sache – man darf sich seitens der Macher wünschen, dass das Konzept der Zwiebel ähnlich Bahn schlägt wie ein "Rolling Stone". -tfr

Öffnungszeiten: Mo-Fr 11.30-14.30, 18-1 Uhr, Sa 11.30-1 Uhr, So 18-1 Uhr (beim KSC ab 15 Uhr)
www.diezwiebel.com

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